
Unsere Leistungen
Konservierung–Restaurierung
Die Durchführung einer Konservierung-Restaurierung beinhaltet sowohl konservatorische als auch restauratorische Maßnahmen zur langfristigen Bestandserhaltung. Im Idealfall sollten sämtliche Arbeitsschritte, die zur Erreichung eines gemeinsam mit allen Projektbeteiligten definierten Restaurierziels notwendig sind, im Vorfeld erprobt und diskutiert werden (siehe Voruntersuchungen und Muster- bzw. Probeflächen).
Referenzprojekt
Schloss Albrechtsberg
Das inmitten der waldviertler Gemeinde Albrechtsberg an der Großen Krems gelegene Schloss geht ursprünglich auf eine Burganlage aus dem 13. Jahrhundert zurück. Ab dem16. Jahrhundert wurde diese in mehreren Schritten zur heutigen Dimension ausgebaut, wobei die hoch- und spätmittelalterliche Burganlage innerhalb des heutigen Baubestands zu großen Teilen erhalten blieb. Das Restaurierkonzept sah vor, die Baukörper durch ihre unterschiedlichen Oberflächen klar voneinender unterscheiden und bauhistorisch erfassen zu können. Am südlichen Kernbau wurde der mittelalterliche Putz freigelegt, ergänzt und große Fehlstellen geschlossen. Die ehem. Beringmauer darunter wurde steinsichtig belassen und verfugt.
Der noch am besten erhaltene Rieselputz des Westtraktes wurde samt erhabener Eckquader wiederhergestellt und nach Befund in Holzkohlegrau zu weiß gefasst. Das einst an der Nordseite abgeschlagene, renaissancezeitliche Konsolgesims wurde über mehrere Meter komplett rekonstruiert und darunter eine Sichtachse bis zum Boden angelegt, welche die einstige Renaissancegestaltung präsentiert. Die hier anschließende Schildwand wurde rein konservatorisch behandelt. Der Osttrakt zeigt mehrere Gestaltungsphasen nebeneinander, eine große Opferputz-Fläche (Feuchtebelastung im Mauerwerk) gibt die Silhouette der Zinnen des einstigen Zwingers wieder.
Mag.ª art. Maria Brand, Bakk. techn. Albert Moravecz, Mag.ª Katharina Breunhöler, Mag. art. Reinhard Larcher, Mag. Camille Holowka, Mag.ª art. Anna Steinhäusler, Mag.ª art. Annemarie Wolfslehner-Graf, Mag. Art. Martin Ortbauer, Hannah Glaser, Mag.ª art. Julia Knollmayr, Mag.ª Flora Püspök, Mag. art. Marko Prskalo, und viele mehr
AUFTRAGGEBER*IN
Privat
Ansicht VORHER – NACHHER
durchgeführte Maßnahmen:
– Restauratorische Voruntersuchung der Fassaden und Erarbeitung eines Gesamtkonzeptes für eine Konservierung-Restaurierung
– Grafische Visualisierung von Teilbereichen in unterschiedlicher Farbgestaltung als Diskussionsgrundlage für alle Projektbeteiligten
– Materialrecherche nach regionalen Sanden und Baustoffen
– Entfernen schadhafter Putzbereiche und unpassender Kittungen
– Partielles Entfernen von sperrenden kunstharzgebundenen Anstrichen
– Konservierung historischen Bestandes (Strukturfestigung, Hinterfüllen von Hohllagen, Kittung)
– Wässrige Reinigung mit Niederdruck und partielle Biozid-Behandlung
– Ausmauern von schadhaften Bereichen im Mauerwerk
– Behandlung von Eisenankern und anderen Metallteilen
– Aufbringen von Grobputzen in Branntkalktechnik
– Ergänzung/Rekonstruktion der Fensterfaschen
– Rekonstruktion des Konsolgesimses
– Aufbringen von an die originalen Putzbeständen angepassten Riesel- und Feinputzen
– Schlämme und Anstrich
– Präsentation renaissancezeitlicher Befunde im Schlosshof (Nachfreilegung, Kittung, Retusche)
– Konservierung und fragmentarische Präsentation der Schildwand und Beringmauer (Reinigung, Stabilisierung bzw. Verfugung des Natursteinmauerwerks, Kittung und Putzergänzung, Retusche)
– Schriftliche und fotografische Dokumentation der Arbeiten in Form eines Berichtes
Referenzprojekt
Förthof
Der am Donauufer gelegene Förthof in Krems-Stein wurde nach seinem jüngsten Ankauf revitalisiert. Neben Fragmenten mittelalterlicher Kalkputze, inkl. Eckquaderungen weisen die Fassaden eine besonders aufwendig gestaltete Renaissancephase mit Rollwerkmalerei, profilierten Fenstergewänden sowie einem ehemals farbig gefassten Kamin auf, die sich mit dem Besitzer Isaak Aspan von 1575-1582 in Zusammenhang bringen lässt.
Die durchgeführte Konservierung-Restaurierung 2023 sollte zum Einen die Renaissancephase hervorheben, jedoch gleichzeitig die älteren, mittelalterlichen Gestaltungsfragmente ablesbar belassen.
Mag.ª art. Maria Brand, Bakk. techn. Albert Moravecz, Mag.ª Claudia Riff-Podgorschek, Mag.ª Katharina Breunhöler, Mag. art. Reinhard Larcher, Mag. art. Marko Prskalo, Anna Müllebner, Dipl.-Rest.in Marie Luise Reinecke
AUFTRAGGEBER*IN
Privat
Ansicht VORHER – NACHHER
durchgeführte Maßnahmen:
– Nachbefundung und Erarbeitung eines Restaurierkonzeptes für alle Nebenfassaden
– Grafische Visualisierungen unterschiedlicher Farbgestaltungenals Diskussionsgrundlage für alle Projektbeteiligten
– Materialrecherche nach regionalen Sanden und Baustoffen
– Entfernen schadhafter Putzbereiche und unpassender Kittungen
– Entfernen von sperrenden kunstharzgebundenen Anstrichen
– Konservierung historischen Bestandes (Strukturfestigung, Hinterfüllen von Hohllagen, Kittung)
– Wässrige Reinigung mit Niederdruck und partielle Biozid-Behandlung
– Ausmauern von schadhaften Bereichen im Mauerwerk
– Behandlung von Eisenankern und anderen Metallteilen
– Aufbringen von Grobputzen
– Ergänzung/Rekonstruktion der Steingewände
– Aufbringen von an die originalen Putzbeständen angepassten Feinputzen
– Schlämme und Anstrich
– Präsentation mittelalterlicher Befunde (Nachfreilegung, Kittung, Retusche)
– Präsentation von Malereifragmenten im Innenhof (Nachfreilegung, Reinigung und Entgipsung, Kittung, Retusche)
– Konservierung-Restaurierung der Kamine (Freilegung, Stabiliserung des Ziegelmauerwerks, Kittung und Putzergänzung, Farbgebung nach Befund)
– Schriftliche und fotografische Dokumentation der Arbeiten in Form eines Berichtes
Visualisierungen unterschiedliche Gestaltung der Faschen


Referenzprojekt
Pfarrkirche Lanzenkirchen
Die Wandmalereien und Rippendekorationen in der Stifterkapelle der Pfarrkirche Lanzenkirchen stammen aus mindestens 3 Phasen ab dem 14. Jahrhundert. Als Abschluss einer lange geplanten und aufwendigen Revitalisierungskampagne der gesamten Raumschale der Kirche wurde zum 800-jährigen Jubiläum die Konservierung und Restaurierung der Stifterkapelle beauftragt.
Mag.ª art. Lea Huck, Mag.ª art. Maria Brand, Bakk. techn. Albert Moravecz, Dipl.rest.in Marie-Luise Reinecke
AUFTRAGGEBER*IN
Pfarre und Diözese
FOTOS
Hannah Mayr
Ansicht Gewölbe VORHER – NACHHER
durchgeführte Maßnahmen:
– Konservierung historischen Bestandes (Strukturfestigung, Hinterfüllen von Hohllagen, Kittung)
– Trockene Oberflächenreinigung
– Nachfreilegung von Teilbereichen
– Anlegen von Retuschemustern und Retusche
– Neufassen der Gewölbesegel und der Südwand
Referenzprojekt
Seeböckgasse
Die repräsentative Straßenfassade des Wohnhauses mit Werkstatträumlichkeiten in der Seeböckgasse 20 im 16. Wiener Gemeindebezirk zeigt sich mit typischem Fassadenschmuck des 19. Jahrhunderts. Die Sichtfassung entstand in den 1990ern durch den hier lebenden Künstler Peter Schmutz.
2020 erfolgte eine Notsicherung sowie Restaurierung.
Mag.ª art. Maria Brand, Bakk. techn. Albert Moravecz, Mag.ª Fabia Podgorschek M. Sc., Dipl.-Rest.in Marie Luise Reinecke
AUFTRAGGEBER*IN
Privat
Ansicht VORHER – NACHHER
durchgeführte Maßnahmen:
– Entfernung stark geschädigten Putzes
– Strukturfestigung mürber Putzbereiche
– Hinterfüllen von Hohllagen
– Reinigung
– Neukittung
– Retusche und Übermalung (Sockel)
Referenzprojekt
Vöcklamarkt
Nordwestlich von Vöcklamarkt erhebt sich der Kalvarienberg, dessen Ensemble aus Kreuzwegstationen und Kirche 1723 errichtet wurde. Nach der Ausführung einer Musterachse wurde die Konservierung-Restaurierung der Fassaden beauftragt. Bei Renovierungsmaßnahmen der 1960er wurden harte Zementputze und ein kunstharzgebundener Anstrich verwendet, die aufgrund ihrer unterschiedlichen physikalischen Eigenschaften zu fortschreitenden massiven Schäden am originalen Bestand führten.
Durch die Entfernung der Zementputze und des sperrenden Anstrichs, aufwendige Konservierungsmaßnahmen am originalen Putz- und Stuckbestand, wie etwa eine Strukturfestigung und Hinterfüllen von Putzhohllagen, konnte die Fassade in ihre ursprüngliche Materialität – Kalktechnik – rückgeführt werden.
Die Putz- und Stuckergänzungen wurden dem Bestand angepasst, die Farbgebung erfolgte nach Befund. Bildfeld und Steinportal wurden ebenfalls konserviert und restauriert.
Mag.ª art. Maria Brand, Bakk. techn. Albert Moravecz, Mag.ª art. Katharina Breunhölder, Mag.ª art. Lea Huck
Naturwissenschaftliche Untersuchungen: Labor BDA, Dr. Robert Linke
AUFTRAGGEBER*IN
Marktgemeinde Vöcklamarkt
AAnsicht der Hauptfassade (mit Bildfeld und Steinportal)
VORHER – NACHHER
durchgeführte Maßnahmen:
– Nachbefundung
– Konservierung des barocken Putzbestandes durch Strukturfestigung, Hinterfüllen und Anböschen
– Mechanische Freilegung des Kunstharzanstriches und Entfernung unpassender, schädigender Zementkittungen
– Ergänzung von Rieselputz, Gliederungselementen und Stuck
– Anstrich in Kalktechnik
– Aufbringen eines Opferputzes in der Sockelzone
– Reinigung, Kittung, Hinterfüllung und Retusche des Bildfeldes
– Schriftliche und fotografische Dokumentation der Arbeiten in Form eines Arbeitsberichtes
Referenzprojekt
Holzingerhaus
Das in der Steiner Landstraße 90 (Krems-Stein) gelegene renaissancezeitliche Bürgerhaus mit mittelalterlichem Kern erfuhr ab 2016 eine Generalsanierung. Ziel war es Renaissance- bzw. Barockgestaltungen der Stuckdecken im Obergeschoss wiederherzustellen sowie die Präsentation gotischer Putzfragmente im Erdgeschoss. Sämtliche weitere Innenräume wurden von dispersionshaltigen Anstrichen befreit und in die Kalktechnik rückgeführt. Die Hauptfassade wurde lediglich leicht überarbeitet, die Steingewände um die Fenster dabei ergänzt.
Bakk. techn. Albert Moravecz, Christian Schöggl, Michael Bayer
AUFTRAGGEBER*IN
Privat
FOTOS ENDZUSTAND
Romana Fürnkranz
Ansicht VORHER – NACHHER
durchgeführte Maßnahmen:
– Entfernen schadhafter Putzbereiche und unpassender Kittungen
– Entfernen von sperrenden kunstharzgebundenen Anstrichen
– Konservierung historischen Bestandes (Strukturfestigung, Hinterfüllen von Hohllagen, Kittung)
– Aufbringen von Grobputzen
– Ergänzung/Rekonstruktion der Steingewände and der Fassade
– Aufbringen von Feinputzen
– Freilegung, Sicherung und Anstrich von Stuckdecken
– Aufbringen einer Kalkglätte und Anstrich
– Präsentation mittelalterlicher Putzfragmente (Nachfreilegung, Kittung, Retusche)
Referenzprojekt
Schloss Lamberg
Im Zuge einer restauratorischen Untersuchung wurden an den Wänden des sog. „Barockzimmers“ im Schloss Lamberg eine gut erhaltene Wandmalerei entdeckt, die in die 2. Hälfte des 18. Jh. einzuordnen ist. Das für die Räumlichkeiten erarbeitete Maßnahmenpaket schlug unter anderem das Anlegen eines Sichtfensters an der Westwand vor, da in diesem Bereich eine Freilegung aufgrund der Überputzung (und nicht Übertünchen) gut möglich war. Dies ermöglicht Besucher*innen einen Blick auf die hochwertige Wandmalerei und somit die Geschichte des Hauses.
Mag.ª art. Maria Brand, Mag.ª Fabia Podgorschek M.Sc., Dipl.-Rest.in Marie Luise Reinecke
AUFTRAGGEBER*IN
Österreichische Bundesforste
Ansicht VORHER – NACHHER
durchgeführte Maßnahmen:
– Restauratorische Voruntersuchung
– Formulierung eines Restaurierkonzeptes und Maßnahmenempfehlungen
– Freilegung & Trockenreinigung
– Konservierung von Putz und Malschicht
– Kittung & Ergänzung größerer Fehlstellen
– Entwicklung eines Präsentationskonzeptes
– Retusche
– Begleitung der Maler*innenarbeiten

































































